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Artikel

Die Grundlagen der Honorarberatung

Michael Gemke
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18/6/2024
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KategorIe :
Finanzen

Die Honorarberatung stellt eine Alternative zur traditionellen provisionsbasierten Finanzberatung dar, bei der Berater direkt von ihren Kunden bezahlt werden. Dieser Ansatz verspricht mehr Unabhängigkeit, Transparenz und Interessenübereinstimmung zwischen Berater und Kunde, was zu einer potenziell höheren Beratungsqualität führen kann.

Vorteile der Honorarberatung
  • Transparenz: Da die Berater nicht durch Provisionen beeinflusst werden, ist die Beratung in der Regel objektiver und auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten.
  • Unabhängigkeit: Honorarberater sind oft unabhängiger, da sie nicht an bestimmte Produktanbieter gebunden sind.
  • Vermeidung von Interessenkonflikten: Ohne finanzielle Anreize zum Verkauf bestimmter Produkte können Honorarberater neutraler beraten.
  • Langfristige Perspektive: Da die Vergütung nicht an den Verkauf von Produkten gekoppelt ist, können Honorarberater eine langfristigere und nachhaltigere Strategie entwickeln.
Nachteile der Honorarberatung

  • Direkte Kosten: Im Gegensatz zu provisionsbasierten Modellen müssen Kunden bei der Honorarberatung direkt für die erbrachten Dienstleistungen zahlen, was für manche abschreckend sein kann.
  • Kostenwahrnehmung: Die transparente Kostenstruktur kann dazu führen, dass die Beratung zunächst teurer erscheint, obwohl sie langfristig kosteneffizient sein kann.
  • Marktverfügbarkeit: Honorarberater sind nicht so weit verbreitet wie provisionsbasierte Berater, was die Suche nach einem passenden Berater erschweren kann.
  • Vertrauensbildung: Da Kunden direkt zahlen, ist ein hohes Maß an Vertrauen erforderlich, um die Honorarberatung als wertvolle Investition zu betrachten.
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Was macht es für einen Unterschied, ob Sie mit 40 oder 50 starten, Ihren Ruhestand zu planen?

Die Ruhestandsplanung gehört zu den wichtigsten finanziellen Entscheidungen unseres Lebens. Dennoch schieben viele Menschen dieses Thema gerne vor sich her, bis es „irgendwann passt“. Doch wie wirkt sich dieses Aufschieben konkret aus? Welchen Unterschied macht es, ob Sie bereits mit 40 Jahren beginnen oder erst mit 50? Dieser Artikel gibt Ihnen einen fundierten Überblick und zeigt anhand konkreter Beispiele, warum „Zeit“ der vielleicht wichtigste Faktor für Ihre Altersvorsorge ist.

Zeit ist Geld – und das mehr denn je.

Der berühmte Zinseszins-Effekt wird oft als „achte Weltwunder“ bezeichnet. Denn je früher Sie anfangen, desto länger kann Ihr Geld für Sie arbeiten und Erträge erzielen. Wer hingegen erst spät startet, muss nicht nur höhere Sparraten stemmen, sondern verliert auch wertvolle Renditejahre. So weit die Theorie – wie aber sieht das Ganze in der Praxis aus?

1. Früher vs. später: Eingezahltes Kapital und Endkapital

Im ersten Beispiel vergleichen wir zwei Personen:

  • Person A beginnt mit 40 zu sparen und hat bis zum 67. Lebensjahr 27 Jahre Zeit.
  • Person B beginnt mit 50 und hat dementsprechend nur 17 Jahre Sparzeit.

Beide legen monatlich 300 € an, bei einer angenommenen durchschnittlichen Jahresrendite von 5 %.

Start mit 40 Jahren:

  • Eingezahlt: 97.200 € (300 € × 12 Monate × 27 Jahre)
  • Endkapital: ca. 205.000 €

Start mit 50 Jahren

  • Eingezahlt: 61.200 € (300 € × 12 Monate × 17 Jahre)
  • Endkapital: ca. 96.157 €
Balkendiagramm von eingezahltem Vermögen und entsprechenden Endkapital
Abbildung 1: Eingezahlt & Endkapital Vergleich

Fazit: Wer 10 Jahre früher beginnt, besitzt am Ende mehr als das Doppelte an Kapital – und das bei identischer monatlicher Sparrate.

2. Kapitalentwicklung im Zeitverlauf – gleicher Sparbetrag, anderer Start

Noch anschaulicher wird der Unterschied, wenn man betrachtet, wie sich das Vermögen im Laufe der Jahre entwickelt, selbst wenn die monatliche Sparrate identisch bleibt.

Stellen wir uns erneut zwei Personen vor, die jeweils 300 € pro Monat einzahlen, bei gleicher Rendite (5 % p. a.).

  • Person A (Start mit 40) zahlt ab dem 40. Lebensjahr kontinuierlich ein.
  • Person B (Start mit 50) beginnt erst 10 Jahre später, spart aber auch nur 300 € pro Monat.

Nach 27 Jahren (also bis zum 67. Lebensjahr bei Person A) sieht man im Jahresverlauf klar den wachsenden Vorsprung von Person A. Person B hat zwar dieselbe Rate, nutzt den Zinseszins aber über einen viel kürzeren Zeitraum.

Abbildung 2: Vermögensentwicklung bei gleicher monatlichen Einzahlungen

  • X-Achse: Lebensalter (in 3-Jahres-Schritten)
  • Y-Achse: Kapital in Euro
  • Linie A: Person A, 300 €/Monat ab Alter 40
  • Linie B: Person B, 300 €/Monat erst ab Alter 50

Ergebnis: Am Ende der Sparphase (67. Lebensjahr) kommt Person A auf rund 205.000 €, während Person B nur rund 96.157€ erreicht. Der frühere Startzeitpunkt führt also zu mehr als doppeltem Endkapital.

Was passiert, wenn das Zielkapital gleich ist?

Manche denken: „Ich fange später an, aber dann zahle ich eben mehr ein.“ Schauen wir uns ein weiteres Beispiel an: Das Ziel sind rund 205.000 € zum Rentenbeginn.

  • Wer mit 40 startet (27 Jahre), kann sich auf 300 € monatlich beschränken.
  • Wer erst mit 50 loslegt (17 Jahre), braucht gut 640 € monatlich, also mehr als das Doppelte.

Ob man sich eine höhere Sparrate finanziell leisten kann oder nicht, ist eine persönliche Frage. Fakt ist: Je eher Sie anfangen, desto entspannter ist das Sparen.

Jetzt schauen wir uns auch einmal an, wie der Vergleich ausfällt, wenn wir eine lebenslange Rente in Höhe von 2.000,- Euro (vor Steuern) ab 67 zur Verfügung haben wollen:

Berechnung für eine lebenslange Rente von 2.000 Euro

Annahmen:

 - Monatliche Rente: 2.000 Euro

 - Rentendauer: 30 Jahre (von 67 bis 97 Jahre)

 - Durchschnittliche Rendite während der Rentenphase: 3 %

 - Durchschnittliche Rendite während der Sparphase: 5 %

- Erforderliches Kapital mit Rentenbeginn: ca. 474.000,- Euro

Benötigte Sparraten:

 - Start mit 40 Jahren (27 Jahre Sparzeit): ca.    694,- Euro monatlich

 - Start mit 50 Jahren (17 Jahre Sparzeit): ca. 1.478,- Euro monatlich

Ergebnis: Wenn Sie erst mit 50 beginnen, müssen Sie mehr als doppelt so viel sparen, um die gleiche lebenslange Rente von 2.000 Euro zu erreichen.

Der Zinseszins-Effekt – Ihr wichtigster Verbündeter

  • Verlorene Zeit ist verlorenes Geld: Jeder Monat, den Sie warten, bedeutet weniger Zinseszins.
  • Geringere monatliche Belastung: Wer früher startet, kann mit niedrigeren Raten dasselbe Ziel erreichen.
  • Mehr Spielraum für Unvorhergesehenes: Krankheiten, Jobwechsel oder persönliche Krisen lassen sich besser kompensieren, wenn Sie mehr Zeit haben.

Keine Lust auf Stolpersteine? So starten Sie richtig

  • Ziele definieren: Was ist Ihr Wunscheinkommen im Ruhestand?
  • Finanzplan aufstellen: Wie viel können und wollen Sie monatlich sparen? Welche Anlagemöglichkeiten passen?
  • Kontinuierlich anpassen: Lebenssituationen ändern sich. Überprüfen Sie regelmäßig, ob Sie noch im Plan sind.

Fazit: Jeder Tag zählt

Ob Sie 40 oder 50 sind, spielt eine enorme Rolle, wenn es um den Zinseszins und die angesparte Summe geht. Je früher Sie anfangen, desto größer ist Ihr finanzieller Handlungsspielraum – und desto höher ist auch Ihre Wahrscheinlichkeit, im Alter entspannter zu leben. Warten Sie nicht auf „bessere Zeiten“: Der beste Zeitpunkt zu starten ist jetzt.

Nächste Schritte

Möchten Sie mehr erfahren, wie Ihre individuelle Ruhestandsplanung aussehen könnte? Kontaktieren Sie mich für eine unverbindliche Beratung und wir besprechen gemeinsam Ihre Ziele und Möglichkeiten.

Wie funktioniert die Vergütung?

Die Vergütungsstruktur in der Honorarberatung kann variieren, häufige Modelle sind:

  • Stundenhonorar: Der Berater erhält eine festgelegte Gebühr pro Arbeitsstunde. Dies ist besonders transparent, da Kunden genau wissen, wofür sie zahlen.
  • Pauschalhonorar: Es wird eine einmalige Gebühr für eine bestimmte Beratungsleistung vereinbart. Dies kann für umfassende Finanzpläne oder spezifische Beratungsprojekte genutzt werden.
  • Vermögensabhängige Gebühren: Der Berater erhält einen prozentualen Anteil des verwalteten Vermögens als Honorar. Dies kann motivieren, das Vermögen des Kunden zu mehren.

Wie finde ich einen guten Honorarberater?

Einen guten Honorarberater zu finden, kann herausfordernd sein, doch es ist nicht unmöglich. Wichtige Kriterien sollten dabei Ihre Entscheidungsfindung leiten. Ein erfahrener und qualifizierter Berater kann Ihnen nicht nur helfen, Ihre finanziellen Ziele zu erreichen, sondern auch langfristiges Vertrauen aufbauen.

Zunächst sollten Sie sich die Zeit nehmen, verschiedene Berater zu recherchieren und zu vergleichen. Achten Sie auf ihre Qualifikationen und berufliche Erfahrung, um sicherzustellen, dass sie über das notwendige Fachwissen verfügen. Unabhängigkeit ist ein weiteres Schlüsselelement – stellen Sie sicher, dass der Berater keine versteckten Provisionen erhält und wirklich in Ihrem besten Interesse handelt.

Hier sind einige spezifische Punkte, die Sie beachten sollten:

  • Qualifikation und Erfahrung: Informieren Sie sich über die Ausbildung und berufliche Erfahrung des Beraters. Zertifizierungen wie CFP (Certified Financial Planner) oder ähnliche können ein gutes Zeichen sein.
  • Unabhängigkeit: Stellen Sie sicher, dass der Berater unabhängig ist und keine versteckten Provisionen erhält. Dies fördert objektive und neutrale Beratung.
  • Kundenbewertungen und Referenzen: Lesen Sie Bewertungen und fragen Sie nach Referenzen, um die Zufriedenheit anderer Kunden zu überprüfen. Persönliche Empfehlungen können ebenfalls sehr hilfreich sein.
  • Klarheit über Kosten: Lassen Sie sich die Vergütungsstruktur detailliert erklären, um Überraschungen zu vermeiden. Ein transparenter Berater wird Ihnen gerne Auskunft geben.

Häufige Missverständnisse über Honorarberatung

Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, dass Honorarberatung teurer sei als provisionsbasierte Modelle. In Wahrheit kann die Honorarberatung langfristig kosteneffizienter sein, da sie Interessenkonflikte minimiert und oft zu besseren finanziellen Entscheidungen führt. Außerdem glauben manche, dass Honorarberater nur für wohlhabende Kunden geeignet sind, doch viele Berater bieten flexible Vergütungsmodelle an, die auch für Kunden mit kleinerem Vermögen geeignet sind.

Fazit: Ist Honorarberatung das Richtige für Sie?

Die Entscheidung für eine Honorarberatung hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen und Zielen ab. Wenn Sie Wert auf Transparenz, Unabhängigkeit und langfristige finanzielle Planung legen, könnte diese Beratungsform die richtige Wahl für Sie sein. Es lohnt sich, verschiedene Berater zu vergleichen und genau zu prüfen, welches Modell am besten zu Ihrer persönlichen Situation passt.

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